Your browser (Internet Explorer 7 or lower) is out of date. It has known security flaws and may not display all features of this and other websites. Learn how to update your browser.

X

Navigate / Profile / Search

Die Geschichte

1935, als die Gefahr eines neuen Krieges durchklang, wurde am 2. August eine Kom-mission eingerichtet, um diesbezüglich eine Studie über Festungsschutzanlagen zum Zweck der Verteidigung vorzulegen. Die Umsetzung dieses ambitionierten Projektes wurde von der Festungsverwaltung in Thessaloniki übernommen. Die Leitung der Kommission übernahm Oberst Ioannis Strimber und wurde Kommission für Fes-tungsstudien (KFS) benannt. Ihre Aufgabe war es, eine bevorzugte Befestigungsform innerhalb der Schutzzone zu bestimmen, den generellen Entwurf der Anlagen anzu-fertigen, die Höhe der erforderlichen Ausgaben festzulegen sowie die Organisation der Arbeiten zu koordinieren. In der Kommission waren, Landvermesser, Geographen, Ingenieure, Architekten, andere Militärische Einheiten, wie die Technische- und Inf¬rastrukturabteilung aber auch Institutionen wie die Technische Universität Athen, In dustriebetriebe aus Athen und Piräus (wie z.B. die Firmen Gavalas und Triandafillidis) vertreten. Alle beteiligten Militärs und Privatpersonen waren Spitzenkräfte in ihrem Fachgebiet.

Die Kommission, unter Zeitdruck stehend, schloss die Auswahl der geographischen Positionen, die beim Festungsbau und den anderen nötigen Arbeiten Berücksichti-gung finden sollten ab und übergab dem Verteidigungsministerium eine diesbezüg-liche Studie mit Vorschlägen. Einige, dazu einberufene Konferenzen, brachten die Entscheidung über die Bauzone der Arbeiten, die vom östlichen Makedonien (Berg Beles) bis nach Komotini reichte und abschnittsweise eine Gesamtlänge von 300 km abdeckte, ohne dass darin die Erweiterungen der Panzerabwehrzonen und anderen zusätzlichen Festungen, die bis zum Fluss Evros reichten, miteingerechnet waren.
Hauptziel des Baus dieser Festungslinie war nicht die ausschließlich passive Vertei-digung, sondern die Abwehr einer plötzlichen feindlichen Invasion bei gleichzeitiger Sicherstellung des Schutzes von Truppen der Feldzugsarmee.
Die Kommission für Festungsstudien, untersuchte letztlich den Bau nur bezüglich des Bedarfs an Verteidigungsvorsorgemaßnahmen.
Diese wurden wie folgt definiert:

• Sofortige Abwehr jeglicher plötzlicheren feindlichen Invasion.

• Sicherstellung einer ungehinderten Mobilmachung seitens der Grenzbevölkerung.

• Die Sicherstellung einer schnellen Feldzugheeresbildung in den Grenzgebieten.

• Die Sicherstellung einer bestimmten Linie zu Gunsten der Feldzugarmee durch die Schutztruppen.

Die Kommission entschied sich für den Bau von umschlossenen Verteidigungskom-plexen sowie anderen, diese im Rahmen des Bauvorhabens begleitenden Arbeiten. Es wurde dem Festungsbaumodell der französischen Maginot – Line gefolgt, zumal die französische Armee der Zwischenkriegszeit, als die modernste ihrer Zeit gilt. Die französische Verteidigungslinie wurde von Abordnungen griechischer Offiziere besucht, die daraufhin einige Elemente übernahmen. Die meisten Elemente der griechischen Verteidigungsbauten aber waren einzigartig.

Es scheint so, dass das Festungswerk nur mit einem temporären Defensivcharakter geplant wurde, was den Hauptstreitkräften wertvolle Zeit bei den vorbereitenden Arbeiten gewährte, um so dem Feind, in der Folge, erfolgreicher begegnen zu können.

1936 wurden die Arbeiten der Kommission für die Festungen Rupel, Karatas, Malian-ga, Perithori, Lisse und Pyramidoeides abgeschlossen und der Auftrag für den Beginn der Bauarbeiten erteilt. Die Arbeiten begannen in Kerkini 1936.

Im selben Jahr übernahm Generalleutnant Alexandros Papagos die Führung den Mi-litärgeneralstabes, der seinerseits wichtige Zusätze und Veränderungen am ursprüng lichen Plan vornahm. Im Mai 1937 arbeitete die ΚΕΟ im Grenzgebiet nördlich von Drama an einer Studie zur Positionierung von Panzerabwehrstellungen zwischen den Festungen Perithori und Lisse.

Die Arbeiten wurden von 1936 bis 1938 aufgrund der Tatsache, dass es keine Möglichkeit gab sie durch die öffentliche Verwaltung zu beaufsichtigen, mittels der Vergabe von Auftragsarbeiten durchgeführt. Die Beaufsichtigung der Arbeiten wurde einem Offizier der Technischen- und Infrastrukturabteilung, einem Offizier im Ruhestand sowie Infanteristen unter Führung eines Offizier, die für die Gewährleistung der Sicherheit verantwortlich waren, übertragen.